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Zynismus: Mehrwertssteuer-Erhöhung in der Krise?
ozon, 25.06.2009
Der Vorsitzende des Staatsschuldenausschusses fordert laut ORF eine Erhöhung der Umsatzsteuer von bis zu 25%, da eine Vermögenssteuer niemals die gewünschte Deckung bringen soll wie eine sog. flächenwirksame Steuer. Das leuchtet ein, aber sollte man nicht zuerst mal die zur Kasse bitten, die das Loch verursacht haben, anstatt die Endverbraucher zur Kasse zu bitten? Es ist absurd, dass Arbeit mit bis zu 40% versteuert wird, während Börsengeschäfte steuerfrei sind. Eine Finanztransaktionssteuer könnte dieses Loch genauso stopfen, wenn man sich die Volumina der Börsengeschäfte allein in Österreich anschaut. Die Umsatzsteuer kann zudem abgesetzt werden, aber nur von Selbständigen, ab einem Umsatz von ca. 40.000 Euro im Jahr. Also gehen die besser verdiendenden und auch die Hochfinanz wieder an der Steuer vorbei. So werden wir nichts aus der Krise lernen, im Gegenteil, sie wird nur verschärft. Wir sollten zusehen, dass wir diese Gesellschaft etwas gerechter gestalten und es ist doch logisch, dass die die mehr haben, auch mehr geben können. Wenn sie das nicht tun, dann werden sie irgendwann viel Geld für hohe Mauern und Überwachungskameras ausgeben müssen. Will ein Mensch so leben? Achja und nebenbei, der Konsum, ist der nicht wichtig für die Wirtschaft, und geht der nicht zurück, wenn die Produkte durch Steuern teuerer werden? Ich bin gespannt wie lange sich das die sogenannten kleinen Leute gefallen lassen? Der kleine Mann jedenfalls ist schon ganz schön grantig, denn die Verarsche wird immer offensichtlicher...
http://orf.at/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2Fticker%2F332280.html





Doping – Sponsoren in der Verantwortung?
ozon, 06.06.2009
Vielleicht nicht auf den ersten Blick, aber wenn man sich fragt was einen Athleten chemischen Manipulation motiviert, so muss es nicht unbedingt das Siegen sein, denn emotional ist so ein Sieg eher fragwürdig. Weniger pathetisch und mehr pragmatisch gesehen geht es hier um finanziellen Gewinn. Denn zum Beispiel ein Leichtathlet auf internationalem Leistungsniveau, kann in seinen besten (10) Jahren mit Sponsorenverträgen genügend Geld verdienen, um sein restliches Leben zu finanzieren. Vorausgesetzt die Leistung stimmt. Und hier sitzt die eigentliche Motivation: Wer von uns wäre nicht versucht mit chemischen Hilfsmitteln die eigene Leistung für ein paar Jahre zu verbessern, um an lukrative Sponsorenverträge zu kommen, von denen man ein ganzes Leben finanzieren kann? An diesem Punkt kommen die Sponsoren ins Spiel: Wenn die Sponsorenverträge eine Dopingklausel beinhalten würden, die den Sponsor berechtigen, bei Verstoß durch den Athleten, seine gesamten Investitionen zurückzufordern, dann wäre auch die wirtschaftliche Motivation gegeben. Zudem könnte so ein Verstoß eine Vorstrafe wegen Betrugs nach sich ziehen. Nach dem Motto: Wer sauber bleibt kassiert, wer nicht, bezahlt. Die Frage ist natürlich, ob nicht auch den Sponsoren Doping eher genehm ist? Denn Sieger sehen eben anders aus (vorallem in der Paintbox und auf 24 Bogen gedruckt). Ich bin gespannt welche Bedeutung dieser Satz noch kriegen wird, wenn wir anfangen so richtig an den Genen rumzuschrauben...
http://www.zeit.de/2007/48/Skihelden



Bauerfeind - Eine Sendung für Leute mit ADS*...
ozon, 03.06.2009
oder Informationen scheibchenweise (*Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom). Egal, wie man es nennt, dieses Magazin ist eine echte Bereicherung. Interessante Informationen, zielgruppengerecht aufbereitet, für die Menschen der Generation Internet. Ein Interview wird z.b. skrupellos durchsetzt mit anderen kurzen Beiträgen und Antwort für Antwort serviert, so als ob der Fernseher selber zapped bevor es fad wird. Echtes Multicommenting durch simulierte PiP Optik und leichte Spitzen in den Kommentaren der Moderatorin, schaffen Kurzweil und immer wieder ein Lächeln beim Zuseher. Auch wenn mir persönlich eine Spur zuviel Computermetapher in der Grafik drin ist, weil der Fernseher ja auch nicht im Internet hängt, aber was solls, man kanns ja auch ironisch sehen. Wie auch das Konzept der Sendung überhaupt. Der Mix zwischen Politik und Philosophie im Informationszeitalter und Kultur aus verschiedenen Nischen, mit einer leicht technoiden Lifestyle-Sauce, ist spannend... bisher jedenfalls. Und eines muss ich jetzt öffentlich sagen, auch wenn sie es als ernstzunehmende Journalistin, vielleicht nicht hören mag: Katrin Bauerfeind ist sooo süß ;-) ehrlich!
http://www.youtube.com/watch?v=OAVSJfNq5ts



Der Falter nervt...
ozon, 15.05.2009
und dieser Medienkrieg im Vorfeld des Lifeballs auch. Der Lauda hatte schon recht, wenn er sowas gesagt haben soll wie, dass man vom Lifeball den Eindruck vermittelt kriegt, als gings nur drum wer was an hat, oder eben nicht an hat und wer mit wem im Gebüsch landet. Das ist nämlich genau das Niveau der Medienberichterstattung: heterosexuelle Promis präsentieren sich weltoffen neben homosexuellen anderen Promis und das ganze in schrillem Ambiente mit ein paar internationalen Stars garniert. Das Problem ist nur, dass dies auch eine Frage der Berichterstattung ist. Denn so wie das Event in den Medien präsentiert wird, erinnert das ganze an einen Tanz auf dem Grab der Opfer, die diese Krankheit schon gefordert hat. In Wirklichkeit ist der Lifeball selbst ja nur ein Ausschnitt, eine Cashmachine, die internationale Projekte zur Bekämpfung von AIDS finanziert. Leider fällt dieser Teil der Berichterstattung zugunsten von allgemeinen Statistiken unter den Tisch. Diese Kritik sollte auch im Rahmen der Pressefreiheit erlaubt sein. Es ist eben eine Frage der Darstellung: Das Verteilen von Kondomen, ist nicht als Aufforderung zum anonymen Sex zu verstehen, sondern als eine sich selbst und vorallem andere zu schützen. Über dieses Missverständnis in der Darstellung der Medien ist schon eine Gesundheitsministerin gestolpert. Interessantes Detail: Keiner kann den Lauda mehr genau zitieren. Und übrigens: "Schwuchtel" ist ein Schimpfwort! Zum Kotzen über wieviele homphobe Kommentare man stolpert, wenn man diese Geschichte etwas recherchiert...
http://diepresse.com/home/leben/lifeball/index.do



Rettet die Teilchen
ozon, 13.05.2009
oder zumindest die Wissenschaftler die sich damit beschäftigen. Kurz bevor der Teilchenbeschleuniger LHC im CERN startet, beschließt unser Wissenschaftsminister auszusteigen, weil er die 16 Mio. Mitgliedsbeitrag in andere Forschungseinrichtungen stecken will. Der Spargedanke ist sicher berechtigt und sicher gibt es wichtigere Probleme als den Urknall zu erforschen, aber dass die jeweils 16 Mio. der letzten Jahre dadurch entwertet werden, entspricht nicht dem Gedanken der Nachhaltigkeit. Auch wenn es uns ähnlich sieht beim spannendsten Experiment auszusteigen, das die Welt je gesehen hat, verzichten wir dabei auf Erkenntnisse die die Quantenphysik revolutionieren und wichtige Grundlagen für Medizin und Technik liefern. Jeder der dagegen ist, kann hier unterschreiben und versuchen die Regierung zur Vernunft zu bringen...
http://sos.teilchen.at/petition/



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